Blog s

Was ist Hypnose?

Auch wenn der Begriff Hypnose im Alltag durchaus geläufig ist, so können sich viele Menschen darunter kaum etwas vorstellen.

Weiterlesen ...

Realer Ablauf einer Hypnosetherapiesitzung

Damit Sie sich bereits vor Ihrer ersten Sitzung ein klares Bild machen können, möchte ich Ihnen den Ablauf einer Hypnosetherapie genau beschreiben.

Weiterlesen ...

Was ist Hypnose?

Auch wenn der Begriff Hypnose im Alltag durchaus geläufig ist, so können sich viele Menschen darunter kaum etwas vorstellen.

Außer vielleicht einem Hypnotiseur, der Probanden mit einem Pendel in eine Art Wachschlaf versetzt und sie in diesem Zustand komische Dinge, wie etwa Tanzen mit einem Besenstiel, durchführen lässt. Nach einem Fingerschnippen kehren die hypnotisierten Personen wieder in die "Gegenwart" zurück und können sich an nichts mehr erinnern. Für diejenigen Leser, die diese Klamauknummer als typische Hypnose ansehen und für all die, die mehr über das Gebiet erfahren wollen, dient dieser Text. Hoffentlich.

Der Ursprung der Hypnose

Bereits um das Jahr 1770 wurde die Hypnose von der Wissenschaft erstmals betrachtet. Einer der ersten "Hypnotiseure" war dabei der deutsche Arzt Franz Anton Mesmer, welcher mittels der Wirkung von Magneten Linderungen von Schmerzen herbeiführen konnte. Der nach ihm benannte Mesmerismus gilt als Urvariante der Hypnose. James Braid, ein englischer Augenarzt, experimentierte mit den Methoden des Mesmerismus und ihm gelang es, Patienten durch das bloße Fixieren eines Gegenstandes in eine Art Trancezustand zu versetzen. Die heutige Form der Hypnose war somit endgültig geboren und wurde spätestens im 20. Jahrhundert wiederum von den deutschen Ärzten Vogt und Schultz weiterentwickelt, wobei gerade Letztgenannter mit der Entwicklung des autogenen Trainings einen großen Stein ins Rollen brachte.

Ablauf der Hypnose

Die hypnotische Trance (so die genauere Bezeichnung der Hypnose) wird durch die Tranceinduktion eingeleitet. Hierbei wird zwischen der direkten und der indirekten Einleitungsmethode unterschieden. Die indirekte Einleitung, auch Milton-Modell genannt, bedient sich dabei verschiedenster Sprachmuster, die durch ihre Wiederholung den Probanden in den Zustand der Trance versetzen. Bei der direkten Methode wird sich seitens der zu hypnotisierenden Personen hauptsächlich auf einen Gegenstand oder eine Sache fokussiert, wodurch mit akustischer die Trance herbeigeführt wird. Durch diese Methode, bei der die Augen der Personen stets schwerer werden und letztendlich zufallen, lässt sich auch die Bezeichnung Wachschlaf für die Hypnose ableiten. Die bereits erwähnte Showhypnose bedient sich der Blitzinduktion, welche hier allerdings mangels therapeutischem Ansatz nicht näher beschrieben werden soll.

Nach dem Erreichen der Trance kann direkt mit dem Probanden gearbeitet werden. Dabei wird in den meisten Fällen tief im Bewusstsein seitens des Therapeuten nach etwaigen Problem gesucht um diese gezielt auszuschalten.

Das Beenden der Hypnose erfolgt per Auflösung bei welcher die hypnotisierten Personen mittels Sprachanweisungen wieder in die Phase der Tiefenentspannung zurückgeholt wird. Dies sollte niemals überstürzt geschehen, da der gesamte Körper während der Hypnosephase nahezu komplett "runterfährt" und bei einer schlagartigen Auflösung der Hypnose eventuell eine Beeinträchtigung des Kreislaufs zu verzeichnen wäre.

Breites Anwendungsgebiet

Hypnose wird meistens im Gesundheitsbereich eingesetzt, etwa in der Hypnotherapie oder der Hypnoanalyse. Erstgenanntere erfolgt meistens im Rahmen einer psychotherapeutischen Behandlung und dient hierbei vor allem der Unterstützung der Heilung. Durch die Trance kann der Patient in vielen Fällen ohne störende Einflussnahme des eigenen Unterbewusstseins tief im eigenen Selbst nach den Ursachen forschen, die beispielsweise eine gewisse Angst hervorrufen. Auch im Bereich der Schmerzbehandlung wird die Hypnose angewandt um dem Patienten eine Linderung zu verschaffen.

Die Hypnoanalyse schließt hier nahezu direkt an und lässt sich dadurch vor allem als therapeutische Maßnahme in vielerlei Problemfällen nutzen. Sei es bei Schlaflosigkeit oder aber auch bei Depressionen, in vielen Gebieten der seelischen und psychischen Erkrankungen gilt die Hypnose als erfolgreiche Heiltherapie und stellt nicht in den seltensten Fällen gar die letzte Form einer körper- und seelenschonenden Behandlung dar.

Aber auch in anderen Bereichen wird die Hypnose erfolgreich eingesetzt. Das bekannteste Anwendungsgebiet stellt hierbei wohl die Entwöhnung bei einer Suchterkrankung dar. Durch die Suggestionen lernen die Patienten, dass etwa Alkohol oder Zigaretten keineswegs alltägliche Begleiter sein müssen. Aber auch die Behandlung von Angstzuständen, wie bereits vorab angedeutet, gehört zu den Behandlungsfeldern, die am ehesten auf Hypnose setzen.

Fazit zur Hypnose

Gerade für Patienten oder Menschen, denen es sehr schwer fällt, das Innere genau zu beleuchten um ihren Leidensweg zu beenden, sollten, falls noch nicht geschehen, über die Möglichkeit einer Hypnose nachdenken. Gerade das Zusammenspiel zwischen Hypnose und klassischer Psychotherapie gilt als gutes Erfolgsrezept gegen alle möglichen Formen des geistigen Unwohlseins. Dabei ist vor allem die Beziehung zwischen Therapeut und Patient von entscheidender Bedeutung und es sollte nicht davor zurückgeschreckt werden, eine Behandlung abzubrechen, wenn der Behandler wenig bis gar kein Vertrauen ausstrahlt. Ansonsten könnten sich die seelischen Leiden statt zu bessern eher noch verschlimmern.