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Schamanismus Wissen

In unserer hektischen, rationalen Zeit haben viele Menschen das Gefühl, dass etwas Wichtiges fehlt oder verloren gegangen ist. Auf die Suche nach Spiritualität, Harmonie und Einklang mit sich selbst als Kontrast zu unserem sonstigen modernen Leben, folgt die Begegnung mit dem Schamanismus. Der Schamanismus ist keine Religion, sondern eine Lebenseinstellung, die genau das zum Ziel hat, was sonst vernachlässigt wird. Es geht um das Herstellen und Erhalten von Harmonie und Balance und um das Schützen und Behüten von Mutter Erde. Es geht aber auch darum Verantwortung für die eigene Gesundheit und das eigene Leben in Freiheit und Selbstbestimmung zu übernehmen. Und es geht um die Zukunft, denn ein Schamane kann sich die Welt so erträumen, wie er sie gern an seine Kinder weitergeben möchte. Doch was ist ein Schamane eigentlich?

 

Schamane/ Schamanin

Die Bezeichnung stammt aus Sibirien und bedeutet übersetzt „spiritueller Heiler". Schamanismus gibt es in ganz verschiedenen Regionen der Erde mit unterschiedlichen Praktiken, Traditionen und Ritualen. Dennoch haben alle schamanischen Richtungen etwas gemeinsam, nämlich die Möglichkeit willentlich einen nicht alltäglichen Bewusstseinszustand zu erreichen, in dem Wissen oder Kraft zum eigenen Nutzen oder zum Nutzen anderer Menschen erworben werden können. Dieser gemeinsame Kern wurde vom Anthropologen M. Harner als Core Schamanismus bezeichnet. Der Schamane oder die Schamanin fungiert also als Bindeglied zwischen der Alltagswelt und einer höheren Welt der Geister. Dabei bedienen sich Schamanen verschiedener Praktiken. Die wichtigsten sind Trance, Ekstase, Heilung, veränderte Bewusstseinszustände, die Interaktion und Kommunikation mit Geistern und schamanische Reisen.

 

Schamanisches Wissen

Ein Schamane verfügt über vielfältiges Wissen und Fähigkeiten. Bei einer Séance, also einer Schamanensitzung, kann er in Trance und Ekstase verfallen, um so seine Ziele mit Hilfe von Geistern zu erreichen zu versuchen. Die Trance des Schamanen ist dabei ein psychischer Ausnahmezustand des Bewusstseins, die durch Meditation oder Hypnose oder mit Hilfe der Schamanentrommel erreicht werden kann und Voraussetzung für die schamanische Ekstase ist. In Ekstase verlässt der Geist des Schamanen den Körper und kommuniziert mit Geistern, begibt sich auf schamanische Reisen oder begibt sich in den Körper eines Tieres. Um diese Zustände zu erreichen, verwendet ein Schamane verschiedene Hilfsmittel. Neben dem Verbrennen von Räucherwerk und dem Trommeln bestimmter Rhythmen auf der Rahmentrommel, Tanz und Gesang können das auch psychedelische Drogen, Fasten oder Schwitzen sein. In fast allen schamanischen Traditionen sucht sich der Schamane sein eigenes Krafttier oder Totemtier. Die Krafttiere Bedeutung ist individuell unterschiedlich. Das Krafttier Wolf beispielsweise steht für Führungsqualitäten und ein hohes Gerechtigkeitsempfinden. In ursprünglichen Gesellschaften waren die Schamanen hoch angesehen und wurden von der Gemeinschaft als Mittler zwischen dem Diesseits und dem Jenseits betrachtet. Schamanen besitzen die Kraft der Heilung und der Weissagung, wobei schamanisches Heilen die Selbstheilung aktivieren bedeutet.

 

Schamanen der Welt

Grundlegend für das Verständnis des Schamanismus war und ist der sibirische Schamanismus. Aber auch in anderen Teilen der Welt wird Schamanismus praktiziert. Viel älter als der sibirische Schamanismus ist beispielsweise derjenige der Aborigines und der San in Südafrika. Auch die Kultur der Aleuten, Eskimos und Indianer ist schamanisch geprägt. Insbesondere hawaiianischer Schamanismus (auch als Huna Schamanismus bekannt) und nordamerikanischer Schamanismus haben bedeutenden Einfluss auf den in den modernen westlichen Welt praktizierten Schamanismus gehabt.

 

 

Schamanische Kosmologie

Das Weltverständnis eines Schamanen ist dualistisch, denn es wird zwischen einer profanen, diesseitigen Welt und einer jenseitigen Welt unterschieden. Die meisten Schamanen sind auch Vertreter des Animismus, d.h. sie gehen davon aus, dass alle lebenden Dinge eine Seele haben. Ein Weiterleben nach dem Tod in einer anderen Welt ist für den Schamanen eine selbstverständliche Vorstellung. Daraus resultiert die Verehrung der Ahnen und die Vorstellung der Unsterblichkeit der Seelen. Es wird außerdem davon ausgegangen, dass sowohl die sichtbare als auch die unsichtbare Welt eine bestimmte von den höchsten Geistmächten geformte Struktur haben. Schamanen glauben auch an Geister als körperlose Wesenheiten, die alle Ebenen durchdringen können und Macht ausüben können. Der Mensch wird als im Spannungsfeld des kosmischen Systems lebend betrachtet und ihm wird eine Verantwortung gegenüber diesem System zugewiesen, die vor allem im Einhalten der Regeln und der Harmonie besteht.

 

Schamanische Ausbildung

Es gibt viele Möglichkeiten einer Schamane Ausbildung. Im Liveseminar oder per Fernstudium kann man von zu Hause aus oder live vor Ort eine Schamanenausbildung absolvieren. Geleitet wird die Ausbildung Schamanismus von Amara Yachour, welcher in sechs Jahren Schamanismus Ausbildung bei indigenen Schamanen ein profundes Wissen erwerben konnte. Inhalte der Ausbildung sind unter anderem das Finden des eigenen Krafttieres, die Erschaffung eines Kraftortes und die Visionssuche. Es geht in der Schamanenschule aber auch um theoretische Grundlagen und darum zu lernen einen Schamane Guide und Heiler aufzusuchen. Bei Reisen in die Obere und Mittlere Welt soll in der Ausbildung Schamane ein spiritueller Lehrer gefunden werden und Kontakt zum Höheren Selbst hergestellt werden. Ein schamanisches Seminar lehrt aber auch die Schamanische Wiedergeburt und wie Reisen zu den Elementen, zum Schatten und zum Hüter der Träume erfolgen können. Auch Reisen in vergangene und zukünftige Leben, schamanisches heilen und die Seelenrückholung sind Themen in der Ausbildung zum Schamanen und in den schamanischen Seminaren. Die schamanische Heilung lehrt dabei traditionelle schamanische Methoden wie zum Beispiel das Krafttier Orakel und Krafttiere für andere zu holen, die Diagnose-Reise oder Organreisen. Aber auch die sogenannte Heilung des inneren Kindes ist ein Teil der Schamanen Ausbildung, insbesondere vermittelt durch schamanische Heilseminare.